Der Magneteisenstein Ci Shi (Magnetitum) wird der Traditionellen Chinesischen Medizin als ein Arzneimittel zur Stabilisation und Beruhigung des Geistes eingesetzt.
Pinyin:
Cí Shí
Mineralischer Name:
Fe3O4
Deutscher Name:
Magnetit
Englischer Name:
Magnetite
Vorkommen:
Der Magneteisenstein wird vor allem in den chinesischen Provinzen Shandong, Liaoning and Jiangsu abgebaut.
Tatsächlicher Geruch und Geschmack:
Magnetitum riecht leicht salzig, hat aber keinen Geschmack.
Temperaturverhalten:
kalt
Geschmack:
scharf, salzig
Funktionskreisbezug:
Niere, Leber, Herz
Wirkrichtung:
absenkend
Wirkort:
Tiefe, Innere
Traditionelle Verwendung:
- Absenkung des Yang;
Anwendung bei hochschlagendem Nieren- oder Leber-Yang, Herzklopfen (Palpitationen), Erregungszuständen, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Tremor, klonisch-tonischen Krämpfen; - Lösung von Krämpfen;
Anwendung bei Epilepsie, Tremor, klonisch-tonischen Krämpfen, Spasmen; - Beruhigung und Ausgleichung;
Anwendung bei Unruhezuständen, Herzklopfen (Palpitationen), Schlaflosigkeit, Erregungszuständen; - Absenkung des Qi;
Anwendung bei Kurzatmigkeit, Keuchen, Asthma bei Schwäche im Funktionskreis Niere; - Stützung und Ergänzung des Yin;
Anwendung bei Schwäche des Leber- oder Nieren- Yin, Schwindel, Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Tinnitus, unscharfem Sehen, Benommenheit.
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
9 g bis 30 g; Standard 15 g
Kochzeit:
60 Minuten: Zunächst die zerkleinerte Mineralien 40 Minuten lang vorkochen. Anschließend mit den übrigen, bereits eingeweichten Arzneimitteln mischen und 20 Minuten weiter kochen.
Kombination mit anderen Arzneien der TCM:
- bei Yin-Schwäche in Zusammenhang mit hochschlagendem Yang, Benommenheit, Schwindel
zusammen mit Long Gu (Draconis os); - bei Yin-Schwäche in Zusammenhang mit hochschlagendem Yang, Benommenheit, Schwere im Kopf, gerötetem Gesicht, Herzklopfen (Palpitationen)
zusammen mit Niu Xi (Achyranthis bidentatae radix), Du Zhong (Eucommiae cortex), Shi Jue Ming (Haliotidis concha); - bei Tinnitus, Hörschwäche
zusammen mit Shu Di Huang (Rehmanniae radix preparata), Wu Wei Zi (Schisandrae chinensis fructus); - bei Schwäche in den Funktionskreisen Leber und Niere, verminderter Sicht, Katarakt, Reizbarkeit
zusammen mit Zhu Sha (Cinnabaris), Shen Qu (Massa medicata fermentata); - bei Leber- und Nieren-Yin-Schwäche, Schwindel, Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Tinnitus
zusammen mit Shu Di Huang (Rehmanniae radix preparata), Wu Zhu Yu (Evodiae fructus), Wu Wei Zi (Schisandrae chinensis fructus).
Verträglichkeit mit anderen chinesischen Arzneien:
- Die Wirksamkeit wird gefördert durch Chai Hu (Bupleuri radix).
- Die Wirkung wird gestört durch Mu Dan Pi (Moutan cortex radix).
- Die Giftigkeit wird gedämpft durch Zhu Sha (Cinnabaris), Eisen und Gold.
Schwangerschaft:
Ci Shi (Magnetitum) kann auch während der Schwangerschaft angewendet werden.