Heutzutage werden die Zweige des Morgenländischen Lebensbaums (Thuja orientalis) vorwiegend zur Bekämpfung von Warzen, Pilzerkrankungen der Haut und Harnwegsproblemen verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) steht vor allem die beruhigende Wirkung der Samen – Bai Zi Ren (Biotae seu Platycladi semen) – im Vordergrund. Bereits während der Tang-Dynastie (618-917) wurde Bai Zi Ren (Biotae seu Platycladi semen) bei mangelndem Herzblut eingesetzt.
Synonyme:
Biotae semen
Familie:
Cupressaceae (Zypressengewächse)
Stammpflanze:
Thuja orientalis / Biota orientalis
Deutscher Name:
Chinesischer Lebensbaumsamen
Englischer Name:
Biota seed, Arborvitae seed
Temperaturverhalten:
neutral
Geschmack:
süß
Funktionskreisbezug:
Herz, Leber, Nieren, Dickdarm
Wirkungsweise:
beruhigend, abführend
Traditionelle Verwendung:
- Nährung des Herz und Beruhigung des Geistes;
- Befeuchtung des Darms
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
9g bis 18g
Kombination mit anderen Arzneien der TCM:
- bei nächtlichem Schweißausbruch verursacht durch Yin-Mangel zusammen mit
Wu Wei Zi (Schisandrae chinensis fructus) und Mu Li (Ostrae concha); - bei Herzklopfen, Beklommenheit und Schlaflosigkeit in Verbindung mit mangelndem Herzblut zusammen mit
Suan Zao Ren (Ziziphi spinosae semen) und anderen Arzneien; - gegen Verstopfung in Verbindung mit Energieschwäche bei älteren Menschen oder nach der Entbindung zusammen mit
Hu Tao Ren (Juglandis semen).
Warnhinweis:
- Nicht anwenden bei Durchfall und Schleimsyndromen!