Bereits Shen Nong (ca. 2500 v. Ch.) zählte Ze Xie (Alismatis rhizoma) zu den „überlegenen Kräutern“. Nach seiner Beschreibung hat Ze Xie (Alismatis rhizoma) die Fähigkeit zu „das Qi zu verstärken … fett und stark zu machen“. Außerdem soll es das Leben verlängern und dazu befähigen „auf dem Wasser zu gehen“. Heutzutage sieht man Ze Xie (Alismatis rhizoma) jedoch einfach als ein wirksames harntreibendes Mittel an, welches zudem auch die Leber stärkt.
Familie:
Alismataceae (Froschlöffelgewächse)
Stammpflanze:
Alisma orientale (Sam) Juzep.
Deutscher Name:
Orientalischer Froschlöffelerdspross
Englischer Name:
Oriental Waterplantain Rhizome
Vorkommen:
Vorwiegend ist Ze Xie (Alismatis rhizoma) in den Provinzen Fujian, Jiangxi und Sichuan anzutreffen.
Sammlung, Aufbereitung, Lagerung:
Der Erdspross wird im Winter ausgegraben, gereinigt und getrocknet. Danach sollte Ze Xie(Alismatis rhizoma) trocken gelagert und auf die Anfälligkeit auf Insektenfrass geachtet werden.
Temperaturverhalten:
kalt
Geschmack:
süß
Funktionskreisbezug:
Niere, Blase
Wirkrichtung:
absenkend
Wirkort:
untere Calorium
Wirkungsweise:
antibakteriell, blutdrucksenkend, reduziert den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, harntreibend
Traditionelle Verwendung:
- Regulierung des Wasserhaushalts und Auflösung von Feuchte; Anwendung bei
Flüssigkeitsstauungen, Schleimblockaden, spärlicher und trüber Urin, Odeme, Gedunsenheit, Spannungs und Völlegefühl; - Kühlung von Hitze; Anwendung bei
diabetischer Stoffwechsellage, dunkler, rötlicher Urin; - Beseitigung von Hitze und Feuchte im untern Jiao; Anwendung bei
Durchfall und verminderter Harnausscheidung, schmerzhafter Harndrang und brennen beim Wasserlösen, Drehschwindel infolge von Schleim und Stauungen der Säfte, Hyperlipidämie - Beseitigung eines Mangels an Hitze; Anwendung bei
Nachtschweiß, Flimmern vor den Augen, Schwindel, Tinnitus
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
3g bis 15g
Kombination mit anderen Arzneien der TCM:
- zur Stärkung des Leber- und Nieren-Yin zusammen mit
Fu Ling (Poria cocos), Mu Dan Pi (Moutan cortex), Shan Yao (Dioscorae oppositae radix), Shan Zhu Yu (Corni fructus) und Shu Di Huang (Rehmanniae radix preparata) im Liu Wei Di Huang Wan; - gegen Feuchte im mittleren Jiao in Verbindung mit Harnwegsproblemen und Bauchauftreibung zusammen mit
Ban Xia (Pinelliae rhizoma).
Klassische Rezepturen:
- Liu Wei Di Huang Wan;
- Long Dan Xie Gan Tang;
- Wu Ling San
Verträglichkeit:
Die Wirkung ist beschränkt durch Muschelfleisch.
Schwangerschaft:
Keine Einschränkungen während der Schwangerschaft.
Giftigkeit:
geringe Toxizität
Forschungsergebnisse:
Durch wissenschaftliche Versuche wurde eine harn- und schwißtreibende, sowie den Blutzuckerspiegel senkende Wirkung nachgewiesen.
Warnhinweis:
- Nicht anwenden bei mangelndem Nieren-Yang oder kalter Feuchte!