Während die Ackerminze in der westlichen Welt oft dazu verwendet wird, das Gerinnen der Milch zu verhindern, ist Bo He (Menthae herba) in China ein bevorzugtes Mittel gegen Probleme die mit Wind-Hitze einhergehen. Dazu gehören bespielsweise eine fiebrige Erkältung, eine beginnende Grippe und auch juckender Hautausschlag. Bo He findet erstmals im Lei Gong Pao Zhi (Großvater Leis Kompendium der Kräuterzubereitungen) Erwähnung. Dieses Werk wurde um 470 n. Chr. von Lei Xiao verfasst. Daraus lässt sich ableiten, dass Bo He seit über 1500 Jahren Verwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin findet.
Familie:
Labiatae (Lippenblütler)
Stammpflanze:
Mentha arvensis
Botanischer Name:
Mentha haplocalyx Briq.
Deutscher Name:
Chinesische Ackerminze, Kraut
Englischer Name:
Peppermint
Temperaturverhalten:
kühl
Geschmack:
scharf
Funktionskreisbezug:
Lunge, Leber
Wirkrichtung:
emporhebend
Wirkort:
Oberfläche, Kopf, Augen
Wirkungsweise:
enzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, kühlend
Traditionelle Verwendung:
- vertreiben von Wind und Hitze;
- klären des Kopfes und der Augen;
- fördern des Aufblühens der Haut (beispielsweise bei Masern);
- vertreiben von stockendem Leber-Qi;
- lindern von Depressionen.
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
2g bis 6g
Kombination mit anderen Kräutern:
- mit Lian Qiao, Jin Yin Hua und anderen Arzneien im Yin Qiao San, einer Basisarznei bei Wind-Hitze-Syndromen;
- mit Niu Bang Zi, Ju Hua und anderen Kräutern vermischt zur Behandlung von Kopfschmerzen sowie empfindlichen Augen in Zusammenhang mit Windproblemen.
Warnhinweis:
bei übermäßigem Leber-Qi und Yin-Mange meiden!