
In vielen Wohnratgebern, die sich mit dem Thema Feng Shui befassen, variieren die Altersangaben von Feng Shui zwischen 3 000 bis 5 000 in eingigen Fällen sogar bis 7 000 Jahren, frei nach dem Motto "je älter desto besser".
Die Schwierigkeit liegt in der Übersetzung der chinesischen Texte. Es ist eine Herausfoderung diese Texte unverfälscht und für Europäer lesbar zu übersetzen, da viele der chinesischen Schriftzeichen, je nach Fachgebiet unterschiedliche Bedeutung haben.
Allgemein anerkannt ist, dass Feng Shui in China mindestens seit der Zeit der Tang-Dynastie (618 bis 907) praktiziert wird.
Es wird allgemein angenommen das Yang Yun Sang der Begründer von Feng Shui ist. Er war der wichtigste Berater am Hof des Kaisers Hi Tsang (888 n. Chr.). In seinen Büchern über Feng Shui, die zu den Klassikern gehören, legte er den Grundstein für die Praktiken und Techniken der nachfolgenden Generationen. Sein Vermächtnis ist erhalten geblieben und wir bis zum heutigen Tag kontinuierlich untersucht.
Meister Yang legte die Betonung auf die Form der Berge, die Richtung der Gewässer und vor allem auf das Auffinden und Verstehen des Drachen, Cha, dem am meisten verehrten himmlischen Wesen.
Seine Lehren, welche die gesamte Praxis des Feng Shui in Bezug auf die bunten Drachen-Metaphern beschreiben, wurden in drei berühmten Klassikern festgahlten. Der erste dieser Klassiker, "Han Lung Chin", enthält die "Kunst den Drachen zu wecken". Das zweite Werk "Ching Ao Nang Chi" umfasst die Methoden zur Bestimmung der Lage der Drachenhöhle. Das dritte Buch "I Lung Ching" beschreibt die Regeln sich dem Drachen zu nähern und zeigt Methoden auf, den Drachen in Gegenden zu finden in denen er nicht erwartet wird.
Eine ausführliche Abhandlung zum Thema findet sich in dem Buch des Sinologen Dr. Manfred Kubney: Feng Shui: Die Struktur der Welt". In diesem Buch stellt Dr. Manfred Kubny erstmals anhand chinesischer Urtexte die Geschichte des Feng Shui und die der chinesischen Raumpsychologie zugrundeliegende Philosophie umfassend dar.
Dr. Manfred Kubny wurde 1959 geboren und ist promovierter Sinologe (Universitäres Hauptfach: Sinologie; Universitäre Nebenfächer: Japanologie, Geschichte der Medizin, zusätzliches Teilstudium in Musikwissenschaft), Komplentärausbildung: Gesundheitspädagoge SKA. 1988 Magister Artium an der LMU München 1994 Promotion an der LMU München (bei Prof. Dr. Wolfgang Bauer). Manfred Kubny ist ein anerkannter Experte für die Geschichte, Theorie und Praxis der traditionellen chinesischen Wissenschaften. Er spricht fließend Chinesisch und kann sowohl klassisches als auch modernes Chinesisch lesen, lebte jahrelang in Taiwan ROC und in der Volksrepublik China, wo er bei bekannten Meistern und Traditionshaltern in die Techniken Taiji Quan, Feng Shui und die traditionelle chinesische Astrologie (Bazi Suanming) eingewiesen wurde. Bereits 1984 erhielt er eine offizielle Lehrbefugnis mit Diplomzertifikat des taiwanesischen Kultusministeriums für das Unterrichten von Taiji Quan. Manfred Kubny gilt als einer der wenigen westlichen Experten, die in der Lage sind, die mantischen und seherischen Texte aus der klassischen und modernen chinesischen Originalliteratur zu lesen und zu interpretieren.
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