Der Wurzelstock der Silberkerze – Sheng Ma (Cimicifugae rhizoma) – wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin hauptsächlich als ein kühlendes und die Oberfläche öffnendes Arzneimittel verwendet.
Pinyin:
shēng má
Familie:
Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Stammpflanze:
Cimicifuga foetida
Deutscher Name:
Silberkerzenwurzelstock, Schlangenwurzel
Englischer Name:
Black Cohosh Rhizome, Bugbane Rhizome
Temperaturverhalten:
kalt
Geschmack:
süß, bitter, neutral
Funktionskreisbezug:
Milz, Magen, Lunge, Dickdarm
Meldearznei:
Dickdarm-Leitbahn, Magenleitbahn
Wirkrichtung:
emporhebend
Wirkort:
Oberfläche, oberer Wärmebereich (Calorium)
Wirkungsweise:
in vitro antibiotisch, antimykotisch;
Die in der westlichen Pflanzenheilkunde verwendete Cimicifuga racemosa wird vorwiegend bei prämenstruellen, dymenorrhoischen und klimakterischen Beschwerden verwendet.
Traditionelle Verwendung:
- Öffnen der Oberfläche;
Anwendung bei akut auftretenden Hautausschlägen (Exantheme) im Frühstadium, Masern; - Herausbeförderung von Exanthemen;
Anwendung bei akut auftretenden Hautausschlägen (Exantheme) im Frühstadium, Masern; - Entgiftung, Desinfizierung;
Anwendung bei akut auftretenden Hautausschlägen (Exantheme), Schwellungen, Geschwüren, geschwollenem, schmerzhaften Rachen; - Emporhebung des Qi;
Anwendung bei chronischem Durchfall, Analprolaps, Uterusprolaps; - Kühlen von Hitze;
Anwendung bei hohem Fieber, Geschwüren, entzündetem Zahnfleisch, Geschwüren der Zunge, geschwollenem schmerzhaften Rachen.
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
1 g bis 10 g; Standard 6 g
Kochzeit:
20 Minuten
Kombination mit anderen Arzneien der TCM:
- bei durch toxische Glut hervorgerufene akut auftretenden Hautausschlägen (Exantheme) zusammen mit
Niu Bang Zi (Arctii fructus), Da Qing Ye (Isatidis folium); - bei Exanthemkrankheiten im Frühstadium zusammen mit
Ge Gen (Pueraria radix); - bei Schwellungen des Gaumens, Zahnschmerzen, Mund- und Zungenulzerationen, Glut in den Funktionskreisen Herz und Milz zusammen mit
Huang Lian (Coptidis rhizoma); - bei geschwollenem, schmerzhaften Rachen Engegefühl im Hals, Hitze-Wind zusammen mit
Jie Geng (Platycodi radix), Xuan Shen (Scrophulariae radix); - bei Dysenterie, Analprolaps, Uterusprolaps hervorgerufen durch Qi-Schwäche der Mitte, Erysipel (scharf begrenzte starke Rötung) am Kopf oder im Gesicht zusammen mit
Chai Hu (Bupleuri radix); - bei Kopfschmerzen im Bereich des überstrahlenden Yang zusammen mit
Bai Zhi (Angelica dahuricae radix); - bei hohem Fieber, akut auftretenden Hautausschlägen (Exantheme), Schwellungen, Geschwüren zusammen mit
Lian Qiao (Forsythiae fructus), Chi Shao Yao (Paeoniae lactiflorae rubra), Dang Gui(Angelica sinensis radix); - bei chronischem Durchfall, Analprolaps, Uterusprolaps, Schwäche des Mitte-Qi zusammen mit
Chai Hu (Bupleuri radix), Huang Qi (Astragali radix), Pseudoginseng radix.
Schwangerschaft:
Während der Schwangerschaft sollte Sheng Ma (Cimicifugae rhizoma) nur mit Vorsicht angewendet werden.
Giftigkeit:
Ein zu hohe Dosierung kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Tremor, Gastroenteritis, Atemnot und Delirium verursachen!
Warnhinweis:
- Nicht anwenden bei durch Yin-Schwäche hervorgerufener Glut!
- Nicht anwenden bei vollständig ausgebrochenen Masern!
- Nicht anwenden bei Atembeschwerden!
- Während der Schwangerschaft nur mit Vorsicht anwenden!