
Erst vor kurzem hat die moderne Wissenschaft entdeckt, dass die Erdatmosphäre mit kräftigen aber unsichtbaren Energienwellen und -linien gefüllt ist, die uns unter anderem den Betrieb von Telefonen, Funk- und Faxgeräten und die Satelliten-Kommunikation ermöglichen.
Die alten chinesischen Wissenschaftler entdeckten die Existenz dieser Energien schon vor vielen Jahrhunderten.
Sie beschrieben diese unsichtbaren Wellen und Linien auf eine symbolische Art und Weise als den kosmischen Atem des Drachen, der sowohl nützlich sein als auch töten konnte.
Der Praxis der Nutzbarmachung dieser Energien zum Wohl der Menschen gab man den Namen Feng Shui, was wörtlich übersetzt für Wind und Wasser steht.
Den Menschen chinesischer Herkunft ist Feng Shui seit langem bekannt. Im laufe der Jahrhunderte wurde diese Praxis von Mund zu Mund und von Generation zu Generation weitergegeben. Jene, welche die philosophische Grundlage des Feng Shui nicht kennen, betrachten diese Tradition als abergläubische Praxsis.
Feng Shui ist die Kunst in Harmonie mit der Umwelt zu leben, so dass man den größten Nutzen, Frieden und Wohlstand aus dem perfekten Gleichgewicht mit der Natur zieht.
Für diejenigen Menschen, welche die Prinzipien und Regeln des Feng Shui beim Bau und bei der Einrichtung ihrer Wohnungen und Arbeitsplätze befolgen, verspricht diese Praxis ein sinnerfülltes und reiches Leben.
Möglicherweise ist es das Wissen und die Praxis dieser alten Wissenschaft, die den chinesischen Immigranten auf der ganzen Welt hilft, erfolgreich zu sein, respektable Unternehmen aufzubauen und in Harmonie mit ihren Nachbarn in der Wahlheimat zu leben.
Feng Shui kann weder als Wissenschaft mit magischen Formeln, noch als voll und ganz auf Instinkten basierende Kunst, betrachtet werden.
Es ist eine flexible Mischung aus beidem. Um Feng Shui tatsächlich und erfolgreich zu praktizieren zu können, müssen die Konzepte und Prinzipien aus den antiken klassischen Handbüchern mit dem Denken der Menschen, ihrer Intuition und ihres persönlichen Urteilvermögen in Übereinstimmung gebracht werden.
Doch die Überlagerung der gesamten Feng Shui Prinzipien mit Elemente des Aberglauben macht die Praxis kompliziert. Dies sollte nicht ignoriert oder vergessen werden. Tatsächlich setzen heutige Feng-Shui-Veteranen häufig und erfolgreich auf Symbolik und dorflichen Abergrauben.
Eine ausführliche Abhandlung zum Thema findet sich in dem Buch des Sinologen Dr. Manfred Kubney: Feng Shui: Die Struktur der Welt". In diesem Buch stellt Dr. Manfred Kubny erstmals anhand chinesischer Urtexte die Geschichte des Feng Shui und die der chinesischen Raumpsychologie zugrundeliegende Philosophie umfassend dar.
Dr. Manfred Kubny wurde 1959 geboren und ist promovierter Sinologe (Universitäres Hauptfach: Sinologie; Universitäre Nebenfächer: Japanologie, Geschichte der Medizin, zusätzliches Teilstudium in Musikwissenschaft), Komplentärausbildung: Gesundheitspädagoge SKA. 1988 Magister Artium an der LMU München 1994 Promotion an der LMU München (bei Prof. Dr. Wolfgang Bauer). Manfred Kubny ist ein anerkannter Experte für die Geschichte, Theorie und Praxis der traditionellen chinesischen Wissenschaften. Er spricht fließend Chinesisch und kann sowohl klassisches als auch modernes Chinesisch lesen, lebte jahrelang in Taiwan ROC und in der Volksrepublik China, wo er bei bekannten Meistern und Traditionshaltern in die Techniken Taiji Quan, Feng Shui und die traditionelle chinesische Astrologie (Bazi Suanming) eingewiesen wurde. Bereits 1984 erhielt er eine offizielle Lehrbefugnis mit Diplomzertifikat des taiwanesischen Kultusministeriums für das Unterrichten von Taiji Quan. Manfred Kubny gilt als einer der wenigen westlichen Experten, die in der Lage sind, die mantischen und seherischen Texte aus der klassischen und modernen chinesischen Originalliteratur zu lesen und zu interpretieren.
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