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Beijings Sehenswürdigkeiten

Altes Observatorium

Metrostation Beijing Zhan
Telefon +86 10 6524 2202
täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet

Das Ancient Observatory (Gu Guanxiangtai) befindet sich auf einer Plattform neben der Straßenüberführung an der Jiangguo Men Nei Dajie. Das 1442 errichtete Observatorium ist eines der ältesten der Welt. Vorher stand an dieser Stelle in älteres Observatorium aus der Zeit der Yang-Dynastie (1279-1368).

Im Innenhof befinden sich einige Kopien von astronomischen Geräten. Unter dem Dach sind witere Instrumente ausgestellt, wie zum Beispiel eine Armillasphäre zur Anzeige der Positionen von Planeten und ein Azimut-Theodolit zur Messung der Höhe von Himmerlskörpern.

Die Jesuiten begeisterten im frühen 17. Jahrhundert die Kaiser und seine Astronomen von ihren astronomischen Kenntnissen, unter anderem von der genauen Vorhersage von Mond- und Sonnenfinsternissen. So wurde der belgische Jesuit Vater Verbiest (1623-1688) ins kaiserliche Astronomiebüro berufen, wo er 1674 einige astronomische Geräte entwarf.

Während des Boxeraufstandes von 1900 eigneten sich deutsche Soldaten einige der vorhandenen Geräte an, die erst nach dem ersten Weltkrieg wieder zurückgegeben wurden.

Chinesische Mauer

Die Große Chinesische Mauer (Chang Cheng) ist ein geschichtsträchtiges Symbol Chinas. Sie cirka 6000 Kilometer lang (abhängig von der Messweise), acht Meter hoch und fünf bis sechs Meter breit. Der Bau begann nach der Einigung Chinas unter Qin Shi Huangdi (reg. 221-210 v. Chr.). Bestehende Wehranlagen wurden verbunden. Im 13. Jahrhundert wurde sie von den Mongolen und im 17. Jahrhundert von den Mandschuren durchbrochen. Bis heute wurden nur einige wenige Abschnitte der Mauer restauriert. … >>mehr<<

Tipps:

Abschnitte:

Badaling
70 km nordwestlich von Beijing;
Bus 1 von Qian Men;
Telefon +86 10 6912 2222;
täglich von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt, der auch zum Besuch des Great Wall Museum berechtigt.

Dieser Abschnitt der Großen Mauer ist touristisch sehr gut erschlossen, aber auch sehr überlaufen. Es ist einer der meistbesuchten Abschnitte der Befestigungsanlage. Ausgestattet mit Geländer, Seilbahn und anderen touristischen Einrichtungen findet man hier nicht nur gut restaurierte Wachtürme sondern kann auch einen phantastischen Ausblick auf die Mauer und das sie umgebene Hügelland genießen.

Auf dem Weg nach Badaling liegt der Pass von Juyong Guan. Dieser Abschnitt ist wesentlich ruhiger und lässt zwischen den steilen Bergen die strategische Bedeutung dieses Bauwerks erahnen. Auf der "Wolkenterrasse" kann man buddhistische Statuen aus der Zeit der Yuan-Dynastie (1279-1368) sehen.

Huanghua Cheng
60 km nördlich von Beijing
täglich geöffnet
kostet Eintritt

Dieser von einem Stausee geteilte Abschnitt der Mauer ist touristisch wenig erschlossen. Die brökelnde Mauer ist hier trotz Geländer schwer zu begehen. Der Teil rechts vom Stausee ist der einfachere. Es kann vorkommen, dass Teile dieses Abschnitts oder auch der gesamte Abschnitt wegen Restaurierungsarbeiten vorübergehend gesperrt ist.

Mutianyu
90 km nördlich von Beijing;
Bus 6 von Xuanwu Men;
täglich von 7.30 bis 18 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt

Dieser restaurierte Abschnitt in einer reizvollen Berglandschaft stammt aus dem Jahre 1368. Er wurde auf die Fundamente einer Mauer aus der Zeit der Nördlichen Qi-Dynastie (550-577) erbaut. Das touristische Angebot ist hier weniger aufdringlich als an anderen Abschnitten.

Simatai
110 km nordöstlich von Beijing;
Bus 6 von Xuanwu Men;
täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet;
die Seilbahn verkehrt nur in den Monaten von April bis November;
kostet Eintritt

Dieser Mauerabschnitt ist nur teilweise reatauriert und hat seine Ursprünglichkeit im wesentlichen behalten. Die Mauer wird hier sehr steil und geht über in unpassierbare Ruinen. Die Aussicht is hier sehr beeindruckend.

Chuandixia

90 km nordwestlich von Beijing bei Zhaitang;
mit der Metro nach Pingguo Yuan (1 Stunde Fahrzeit), weiter mit dem Bus 929 nach Zhaitang (3 Stunden Fahrzeit) und anschließend mit dem Taxi;
täglich geöffnet;
kostet Eintritt

Chuandixia ist ein kleines an einem Berghang gelegenes Dorf und lebendiges Museum mit traditionellen Häusern aus der Zeit der Ming- und Qing-Dynastie. Alle Häuser sind mit von Steinmauern flankierten schmalen Wegen verbunden.

Im Dorf leben ungefähr 70 Menschen. An den Mauern kann man noch Graffiti und kommunistische Slogans sehen.
Mit der Eintrittskarte hat man Zugang zum gesamten Dorf dessen Besichtigung einige Stunden in Anspruch nimmt. Aufgrund des ansteigenden Tourismus bieten einige Familien einfache Unterkünfte zu niedrigen Preisen zur Übernachtung an.

Dazhalan & Liulichang

Dieses alte chinesische Viertel befindet sich südlich des Qian Men. Es besteht aus vielen engen und lebhaften Gassen. Hier befinden sich viele Läden, Restaurants und Kinos. Viele Geschäfte existierten schon zur Kaiserzeit. Während des Boxeraufstandes wurden das Viertel zerstört, später jedoch wieder restauriert.

Die Dazhalan Jie verläuft vom Nordende der Qian Men Dajie in Richtung Südwesten. Der Name bedeutet Straße der großen Barriere und erinnert an die heute zerstörten Tore zur Inneren Stadt.

Empfehlenswert sind:
Liubiju, ein Pickles-Laden mit einer großen Auswahl an sauer eingelegtem Gemüse. Das Geschäft befindet sich in der ersten linken Seitengasse der Dazhalan Jie.

Ruifuxiang ist berühmt für seine Seidenstoffe und traditionelle chinesische Kleidung. Dieser Laden existiert schon sein 1893 und befindet sich auf der rechten Seite der Dazhalan Jie.

Tongrentang Pharmacy vertreibt seit 1699 chinesische Medizin und genoss früher kaiserliche Protektion. Zu finden ist das Geschäft auf dem Südende der Dazhalan Jie.

Zhangyiyuan Chazhuang ist ein Teeladen mit einer großen Auswahl feiner Tees.

Die Liulichang Jie befindet sich westlich der Dazhalan Jie. Hier befinden sich viele restaurierte Häuser und Läden in denen man alles findet von Keramik, Bilder, Lackarbeiten bis hin zu alten chinesischen Büchern und diverse Dinge aus der Zeit der Kulturrevolution.

Dongbian-Men-Wachturm

in der Nähe der Jianguo Men Nan Dajie
Bezirk Chongwen
Metrostation Beijing Zhan
Tel.: +86 10 6525 1005
täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet
www.redgategallery.com

Dieser südöstliche Wachturm der alten Stadtmauern Beijings wurde während der Ming-Dynastie im 15. Jahrundert errichtet. Ein kleines Stück der alten Mauer ist heute noch erhalten. Von diesem eindrucksvollem Stück aus kann man den Turm mit den vielen Öffnungen für die Bogenschützen am besten betrachten. An den Wänden des Turms befinden sich Graffiti von Soldaten der internationalen Armee, die hier während des Boxeraufstandes war.

Auf der ersten und vierten Ebene des Turms befindet sich die 1991 gegründete Red Gate Gallery. Hier wird zeitgenössische chinesische und internationale Kunst ausgestellt. Das Spektrum der verschiedenen Techniken, die man hier sehen kann ist recht groß. Über aktuelle und geplante Ausstellungen kann man sich auf der Webseite der Galerie www.redgategallery.com informieren.

Fundstätte des Pekingmenschen

48 km südwestlich von Beijing in der Gemeinde Zhoukoudian;
Bus 917 vom Busbahnhof Tianqiao nach Fangshan, dann weiter mit Bus 2 oder Taxi;
täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt

In einer Höhle in der Nähe der Gemeinde Zhoukoudian fand man in den 1920er Jahren über 40 menschliche Fossilien und primitive Werkzeuge. Es handelte sich um die Überreste des hier vor 500.000 Jahren lebenden Pekingmenschen (Homo erectus Pekinensis). Man hielt den Fund für die fehlende Entwicklungsstufe zwischen Neandertaler und dem heutigen modernen Menschen. Die Stätte gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ein kleines Museum zeigt Knochenfragmente, Werkzeuge und Ornamente. Die originalen Fossilien befinden sich allerdings an einem anderen Ort.

Marco-Polo-Brücke

16 km südwestlich des Zentrums;
Distrikt Fengtai, Gemeinde Wanping;
Bus 339 vom Busbahnhof Lianhuachi oder 309 von WAZI in der Nähe des Westbahnhofs;
täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt

Gedenkhalle
101 Wanping Nei Jie;
geöffnet Dienstags bis Sonntags von 8 bis 17 Uhr;
kostet Eintritt

Die Brücke, die mit ihren elf Bögen den Fluss Yongding überspannt, heißt auf Chinesisch Lugou Qiao. Der westliche Name rührt von dem berühmten Buch "Die Reisen des Marco Polo", indem diese Brücke beschrieben wird.

Die ursprünglich im Jahr 1189 während der Jin-Dynastie (1115-1234) errichtete 267 Meter lange Marmorbrücke wurde durch eine Flut zerstört. Die heutige Brücke geht auf das Jahr 1698 zurück. Mehr als 400 Löwenskulpturen zieren die Balustraden der Brücke auf ihrer ganzen Länge. Nach einer Legende werden sie nachts lebendig. And den Köpfen der Brücke befinden sich Stelen mit Schriftzeichen der Qing-Kaiser Kangxi und Qianlong. Vieles ist an der Brücke, trotz Restaurierung und Verbreiterung der Brücke, original erhalten.

Die Brücke kam zu ihrer Bekanntheit nicht nur wegen der Erwähnung in den "Reisen des Marco Polo", sondern auch als Schauplatz des als "Marco Polo Bridge Incident" in die Geschichte eingegangenen Zwischenfalls am 7. Juli 1937, der als Auslöser des Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges (1937-1945) gilt. Hier beschossen sich die chinesischen und die vordringenden japanischen Truppen. In der Gedenkhalle von Wanping sind Zeugnisse dieses Zwischenfalls zu sehen.

Ming-Gräber

45 km nordwestlich von Beijing;
Bus 845 von Xizhi Men (Nähe der Metrostation) nach Zhengfa Daxue in Changping, weiter mit dem Bus 314 nach Da Gong Men;
Viele Touren zur Großen Chinesischen Mauer stoppen auch hier.
Telefon +86 10 8976 1554;
täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt;
Fotografieren ist im Inneren nicht erlaubt.

Die Ming-Gräber (Shisan Ling) sind die letzte Ruhestätte für 13 der 16 Ming-Kaiser. Es sind mit die schönsten Garbstätten Chinas. Die Lage des Ortes wählte man nach den Feng-Shui-Gesetzen aus. So werden die Gräber von einer nördlich gelegenen Bergkette von drei Seiten umschlossen, so dass sie von den böse Geister bringenden Nordwind geschützt sind.

Die als erstes errichtete und beeindruckenste und gut restaurierte Gräbstätte ist Chang Ling. Es ist die letzte Ruhestätte des dritten Ming-Kaisers Yongle (1360-1424), der die Hauptstadt Chinas von Nanjing nach Beijing verlegte und den Bau der verbotenen Stadt veranlasste. Auch seine Frau und 16 Konkubinen sollen hier liegen. Ihre Grabkammern wurden jedoch nie freigelegt.

Die Grabkammer Ding Ling ist die einzige öffentlich zugängliche Grabstätte. Sie ist Ruhestätte des Kaisers Wanli (1573-1620), dessen lange und verschwenderische Herrschaft den Untergang der Ming-Dynastie (1368-1644) herauf beschwor.

Östliche Qing-Gräber

125 km östlich von Beijing;
von Mai bis Oktober täglich von 8 bis 17.30 Uhr geöffnet;
von November bis April täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt

Da die östlichen Qing-Gräber bedeutend weiter von Beijing entfernt sind, sind sie nicht so überlaufen wie die Ming-Gräber 45 km nordwetlich von Beijing, stehen ihnen in ihrer Prächigkeit in nichts nach. Sie ist die größte erhaltene kaiserliche Grabstätte. Nur fünf der zahlreichen Gräber sind von den Quing-Kaisern. Für Besucher zugänglich sind die Gräber von Shunzhi (reg. 1644-1661), Kanxi (reg. 1661-1722), Qianlong (reg. 1736-1795) und Xianfeng (reg. 1851-1861). Das Grab des Kaisers Tongzhi (reg. 1862-1874) ist hingegen für Besucher nicht zugänglich.

Zu dem im Zentrum liegende Grab Xiao Ling des Kaisers Shunzhi führt eine fünf Kilometer lange Straße, die rechts und links von Wächterfiguren gesäumt ist. Zu den anderen Gräbern führen kleinere Straßen.

In der rechten Kammer des westlich gelegenen Doppelgrabes Ding Dong Ling wurde die Kaiserwitwe Cixi bestattet. Die linke Kammer ist die letzte Ruhestätte von Ci´an, der ältesten Frau von Kaiser Xianfeng. Beide Grabstätten wurden im Jahr 1879 erbaut, jedoch 1895 im Auftrag Cixis mit größerer Pracht erneuert. Bemerkenswert ist, dass das Symbol Drachen (long) als Zeichen des Kaisers und das Symbol Phoenix (feng) als Zeichen der Kaiserin umgekehrt angeordnet sind. Traditionell steht das Zeichen des Kaisers über dem der Kaiserin. Hier steht aber das Zeichen der Kaiserin über dem des Kaisers.

Es befinden sich auch kleinere Gräber mit grünen Dächern auf dem Gelände. Es sind die Gräber der Konkubinen.

Kaiser Yongzheng (reg. 1723-35), Sohn des Kaisers Kangxi wollte nich hier bestattet werden und ließ die Westlichen Qing-Gräber (Provinz Hebei, Kreis Yixian) anlegen. Der Grund dafür liegt vermutlich darin, dass Yongzhen nicht neben seinem Vater bestattet werden wollte, da er sein Vermächtnis nicht beachtete. Yongzheng machte seinem Bruder, der von Kaiser Kangxi als Nachfolger bestimmt war, den Thron streitig und stezte sich selbst als rechtmäßigen Erben ein. Dafür ließ er andere Brüder und Onkel ohne bedenken eliminieren. Trotzdem war er ein fähiger Herrscher und gäubiger Buddhist. Er duldete keine Unehrlichkeit seiner Beamten und setzte sich für die Verbesserung der Erziehung und Moral der Bevölkerung ein. Zur Wahl der Gräbstätte gibt es auch eine andere Theorie, die besagt, dass der Platz Yongzhengs in den Östlichen Qing-Gräbern nach den Feng-Shui-gesetzen ungünstig für ihn gewesen wäre.

Auf einem Friedhof in der Nähe der Westlichen Qing-Gräber befindes sich das Grab von Pu Yi, dem letzten Kaiser Chinas. Sein Leichnam wurde im Jahr 1995 hierher überführt.

Palast von Prinz Gong

17 Qianhai Xi Jie
Xicheng
Metrostation: Gulou
Tel.: +86 10 6616 8149
täglich von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet

Der Palast von Prinz Gong ist eines der am besten erhaltenen historischen Gebäude. Dieser Palast könnte die Vorlage für den klassischen Roman "Der Traum der roten Kammer" von Cao Xueqins gewesen sein.

Ursprünglich wurde diese Residenz in der Zeit des Kaisers Qianlong für den Manshu-Beamten Heshun errichtet. Dieser fiel jedoch später in Ungnade. Kaiser Xianfeng (reg. 1851-1861) übereignete den Palast Prinz Gong.

Die Residenz ist recht groß und von einem reizvollen Garten mit vielen offenen Korridoren, Pavillons, Toren und Teichen umgeben. Die beste Zeit für eine Besichtigung ist der frühe Morgen.

Im Sommer werden Vorstellungen der Peking-Oper im Grand Opera House inszeniert.

Qian Men

geöffnet täglich von 8.30 bis 16.00 Uhr
Tel.: +86 10 6525 3176

Qian Men (Vorderes Tor) befindet sich an der südlichen Seite des Tian`an Men-Platzes (Platz des himmlischen Friedens). Es wird auch Zhengyang Men (gegenüber dem Sonnentor) genannt und war ein Teil der Befestigungsanlage Beijings, das prächtigste der neun Tore der inneren Stadtmauer, die die Verbotene Stadt von den Wohnvierteln trennte.

Das Tor misst 40 Meter Höhe. Das Gebäude beherbergt das Museum zur Geschichte Beijings. Zu sehen sind in diesem Museum Dioramen der alten Stadtmauern und Fotografien von den alten Stadtwierteln Beijings.

Sommerpalast

10 km westlich von Beijing;
erreichbar von der Metrostation Xizhi Men mit dem Bus 32 oder vom Zoo mit dem Bus 808;
vom Yuyuan-Tan-Park und vom Exhibition Center am Zoo verkehren im Sommer auch Fähren;
täglich von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt;
Fotografieren ist nicht erlaubt.

Der Sommerpalast war für die Kaiser der Qing-Dynastie (1644-1911) im heißen und stickigen Sommer der Rückzugsort aus der Verbotenen Stadt. Der große Park in dem sich der Palast befindet wurde schon in früheren Dynastien angelegt und erweitert. Kaiser Qianlong (reg. 1736-1795) ließ den Palast erbauen. Cixi, die Witwe des Kaisers ließ den Palast zweimal umbauen. Das erste Mal 1860 nach der Zerstörung durch britische und französische Truppen und das zweite Mal 1902 nach der Plünderung während des Boxeraufsandes.

Für den Besuch des Sommerpalastes und des Parks um ihn herum sollte man mehrere Stunden einplanen. Jedoch reicht auch die Zeit eines Tagesbesuches nicht aus, um alle Stätten zu besichtigen und den Park in Ruhe zu genießen. Das Gelände ist 290 Hektar groß. Im Park, der wie ein Mikrokosmos der Natur angelegt wurde, gibt es neben den Hallen des Palastes auch viele Tempel, Pavillons und mehrere Seen. Funktion und Harmonie stehen im Vordergrund der Anlage.

Tian´an-Men-Platz

Dieser riesige Platz im Zentrum der Stadt wird auf deutsch Platz des Himmlischen Friedens genannt. Er wurde durch die großen Studentenunruhen im Jahre 1989, bei denen es viele Todesopfer gab, weltbekannt.

Das Zentrum des Platzes bildet das Mao-Zedong-Mausoleum. Es ist von Revolutionsdenkmälern flankiert. In dem Gebäude befindet sich der einbalsamierte Leichnam Maos. er wird in einer Kühlkammer aufbewahrt und am Vormittag und Nachmittag den Besuchern gezeigt. Bevor man es betreten kann, muss man Taschen, Mäntel und Kameras in einem kleinen Gebäude an der Ostseite des Platzes deponieren.

In Richtung Süden und in Richtung Norden ist der Platz mit Himmelstoren versehen. Das bekannteste davon ist da nördliche Himmelstor Tian´an Men mit einem großen Porträt Mao Zedongs. Von diesem Tor, welches aus der Ming-Dynastie (1368-1644) stammt, am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China aus. Das südliche Tor Qian Men beherbergt das Museum zur Geschichte Beijings.

An der Westseite wird der Platz von der Großen Halle des Volkes flankiert und an der Ostseite vom Nationalmuseum Chinas, beides Gebäude aus den 1950er Jahren.

Trommel- und Glockenturm

Am nördlichen Ende der Di´an Men Wai Dajie
Dongcheng
Metrostation: Gulou
Tel.: +86 10 6401 2674
täglich geöffnet

Der Trommelturm (Gu Lou) befindet sich an der Nord-Süd-Achse, die durch die Verbotene Stadt und den Tian´an Men-Platz verläuft. Er wurde 1420 unter der Herrschaft des Ming-Kaisers Yongle gebaut. Oben im Turm befinden sich 25 Trommeln, eine große und 24 kleine. Die Trommeln wurden zu jeder vollen Stunde geschlagen.

Nördlich des Trommelturms befindet sich der Glockenturm (Zhong Lou). Er wurde 1745 an stelle eines abgebrannten Turms gebaut. Im Turm hängt sich eine 4,5 Meter hohe und 42 Tonnen schwere Glocke aus dem Jahre 1420. Sie wird während des Frühlingsfestes gegen eine Gebühr geschlagen um dem Spender Glück zu bringen.

Underground City

62 Xi Damochang Jie
Metrostation: Qian Men
Tel.: +86 10 6702 2657
Die Underground City ist ein weit verzweigtes Netz von Tunneln, welches auf dem Höhepunkt der Spannungen zwischen der Volksrepublik China und der Sowjetunion in den 1960er Jahren errichtet wurde. In dem Labyrinth von Gängen befanden sich Waffenlager, Krankenstationen, Nahrungs- und Wasservorräte. Gerüchten zufolge soll es eine Verbindung zwischen dem Hauptquartier der Kommunistischen Partei Chinas mit den 20 Kilometer westlich der Stadt gelegenen Hügeln gegeben haben.

Die meisten Einstiegspunkte sind schwer auffindbar. Am einfachsten zugänglich ist der Einstieg südöstlich von Qian Men in der Xi Damochang Jie. Führer leiten durch einen der wenig beleuchteten Haupttunnel. Schilder weisen auf die ehemalige Funktion der Räume und Ausgänge zur Oberflächen hin. Auf dem Weg sieht man wasserdichte Türen, Entlüftungsschächte und viele abzweigende Nebentunnel. Es ist davon abzuraten das Labyrinth auf eigen Faust zu erkunden. Man hat sich schnell hoffnungslos verlaufen.

Verbotene Stadt

Nördlich des Tian´an Men-Platzes
Tel.: +86 10 513 2255
Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr
November bis März täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr
www.dpm.org.cn


Der offizielle Name der Verbotenen Stadt ist Gugon (Palastmuseum). Dieser Komplex bildet nicht nur das Herz Beijings, er symbolisiert die Mitte des chinesischen Universums und den kaiserlichen Glanz vergangener Zeiten.

Zahlen spielen bei der Architektur der Verbotenen Stadt eine besondere Rolle. Der Schlüssel dafür liegt in der Philosophie von Yin und Yang. Das Yang ist der Gegensatz zu Yin und ist nicht dur das männliche, dem Kaiser verbundene Element, sonder auch das Element der ungeraden Zahlen. So findet man die Zahlen drei, fünf und sieben besonders häufig in der Architektur der Verbotenen Stadt wieder.



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