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Tempel, Kirchen und Moscheen in Beijing

Dazhong Shi

31a Beisanhuan Xi Lu
Haidian
Bus 300, 367
Telefon +86 10 6255 0819

Der typische buddhistische Tempel der Großen Glocke (Dazhong Si) aus dem 18. Jahrhundert beherbergt eine der größten Glocken der Welt. Sie wiegt 47 Tonnen und wurde zwischen 1403 und 1424 für den Wanshou-Tempel gegossen. Kaiser Qianlong (reg. 1736-1795) ließ die Glocke, die mit buddhistischen Sutras auf Chinesisch und Sanskrit verziert ist, hierher bringen. Während der Kaiserzeit schlug man die Glocke 108 Mal und läutete damit das neue Jahr ein. Der Klang war noch in einer Entfernung von 40 km zu hören.

In einer der Hallen erklärt eine Galerie die Technik des Glockengießens. In einer anderen Halle sind Hunderte von Glocken der Song-, Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien ausgestellt.

Dong Yue Miao

141 Chaoyang Men Wai Daijie
Chaoyang
Metrostation Chaoyang Men
Telefon +86 10 – 6551 0151
geöffnet von Dienstags bis Sonntags
Es ist Eintritt ist zu bezahlen.

Dieser farbenprächtige Tempel ist nach dem daoistischen Berg Dong Yue benannt, welcher aber auch Tai Shan genannt wird. Er wurde im 14. Jahrundert gebaut und 1999 mit großem Aufwand restauriert. In der Halle des Tai Shan stehen Statuen des Gottes Tai Shan und seiner Diener. Wieterhin gibt es 70 Abteile mit daoistischen Gottheiten und Dämonen. Ihre Funktionen sind in englischer Sprache erklärt.

Da im Daoismus die Seelen der Toten zu dem Gott Tai Shan gehen, erzählen viele Abteile vom Leben nach dem Tod. Dafür bietet das Abteil für Zunehmenden Wohlstand und Langes Leben einige gute Ratschläge.

Fayuan-Tempel

7 Fayuan Si Qian Jie
Xuanwu
Metrostation Xuanwu Men
Telefon +86 10 – 6353 4171
täflich von 8 bis 17 Uhr geöffnet

Der Fayuan-Tempel ist der wohl älteste typisch buddhistischen Tempel in Beijing. Er wurde im Jahre 696 unter dem Tang-Kaiser Taizong (626-649) zu Ehren der auf einer Expedition zu den nördlichen Stämmen ums Leben gekommenen Soldaten errichtet.

Durch Naturkatastrophen wurde der Tempel schwer beschädigt. Die heutige Anlage stammt aus der Zeit der Qing-Dynastie (1644-1911).

Die Halle der Himmlischen Könige (Tianwang Dian), in deren Inneren sich Statuen von Milefo, dem lachenden Buddha und seinen Dienern, den Himmlischen Königen befinden, wird von zwei bronzenen Löwen bewacht. In der Haupthalle vor der alte Stelen stehen, ist eine vergoldete Statue von dem historischen Buddha, Sakyamuni, der von Bodhisattvas und luohan, den vom Zyklus der Wiedergeburten Befreiten, umgeben ist, zu sehen. In einer weiteren Halle ist eine fünf Meter hohe Buddha-Statue zu finden. Außerdem befindet sich auf dem Gelände des Fayuan-Tempels auch ein buddhistisches Kolleg.

Himmelstempel – Tian Tan

Tian Tan Dong Lu (Osttor)
Chongwen
Telefon +86 10 – 6702 2617
Metrostation Qian Men
Der Park ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet,
das Tempelgebäude selbst von 8.30 bis 17 Uhr.

Die während der Ming-Dynastie (1368-1644) fertiggestellte Tempelanlage ist eine der größten in China. An ihr ist die ausgewogene Symbolhaftigkeit der chinesischen Architektur sehr gut zu erkennen. Zur Wintersonnenwende brachte der Kaiser hier seine Opfer für den Himmerl und die Vorfahren dar. Der Kaiser war als Himmelssohn der Vermittler zwischen Menschen und Göttern und bat hier um eine gute Ernte.

Während der Kaiserzeit war der Tempel für das normale Volk nicht zugänglich.

Konfuzius-Tempel

13 Guozijian Jie
Dongcheng
Metrostation: Yonghe Gong
Telefon: +86 10 – 8401 1977
täglich geöffnet
Es ist Eintritt ist zu bezahlen.

Nachdem Tempel von Qufu, Konfuzius Geburtsort, ist dieser Konfuzius-Tempel der zweitgrößte Tempel in China. Der Tempel wurde im Jahr 1302 während der mongolischen Yuan-Dynastie (1279-1368) erbaut und 1906 erweitert. Im Hof vor der Hauphalle (Dacheng Dian) befinden sich ungefähr 200 alte Stelen, mit den Namen derer, die die Prüfungen als kaiserliche Beamte erfoglreich bestanden hatten. Hinter dem bixi, der mythologischen Kreuzung zwischen Drachen und Schildkröte, befinden sich weitere Stelen. In der Haupthalle stehen Statuen von Konfuzius und einigen seiner Schüler.

Lama-Tempel

12 Yonghe Gong Dajie
Dongcheng
Metrostation: Yonghe Gong
Telefon +86 10 – 6404 4499
täglich geöffnet
Es ist Eintritt ist zu bezahlen.

Yonghe Gong ist ein Tempelkomplex, der im 17. Jahrunder gebaut und 1744 in einen tibetischen Lama-Tempel umgewandelt wurde. Er befindet sich direkt neben dem Konfuzius-Tempel. Es gibt fünf Haupthallen mit einer Mischung aus Han-, mongolischen und tibetischen Stilen. In der ersten Halle befindet sich der lachende Buddha Milefo. Dahinter steht der Beschützer der buddhistischen Lehre Wei Tuo und an den Seiten findet man die Vier Himmlischen Könige.

Hinter der der Haupthalle folgt die Yonghe-Halle. In ihr befinden sich drei Manifestationen Buddhas. Sie sind von 18 vom Zyklus der Wiedergeburten Erlöste (luohan) umgeben.

Die tibetische Falun-Halle (Halle des Rades des Gesetzes) beherbergt eine Statue von Tsongkhapa, dem Gründer des tibetisch-buddhistischen Gelbmützenordens.

Im Wanfu-Pavillon (Wanfu Ge) steht eine 17 Meter große Statue des Zukunfts-Buddhas, Maitreya. Sie wurde aus nur einem einzigen Stück Sandelholz geschnitzt.

Hinter dem Tempel ist eine Ausstellung zu finden, die Statuen der Gottheiten Padmasambhava (Guru Rinpoche) und Chenresig (tibetische Pendant zu Guanyin) zeigt. Weiterhin sind rituelle Objekte zu sehen, wie beispielsweise der zepterähnliche Donnerkeil (dorje) oder die Glocke dril bu als Symbol für die männlichen und weiblichen Energien.

Miaoying-Tempel der Weißen Dagoba

Fucheng Men Nei Dajie
Metrostation Fucheng Men
täglich geöffnet
kostet Eintritt

Die 51 Meter hohe weiße Dagoba, ein freistehendes religiöses Monument, wurde im typischen tibetischen Stil im Jahr 1271 als Beijing von den Mongolen beherrscht war, errichtet. Der Miaoying-Tempel (Miaoying Si Bai Ta) besteht aus dem üblichen Trommel- und Glockenturm und mehreren Hallen. Zu sehen ist auch eine Sammlung kleiner tibetischer Statuen.

Niu-Jie-Moschee

88 Niu Jie
Xianwu
Metrostation Xianwu Men
Telefon +86 10 – 6353 2564
göffnet ist täglich, der Freitag ist jedoch für Gebete vorgesehen.

Die Niu-Jie-Moschee ist die größte und älteste Beijings. Sie wurde bereits im 10. Jahrundert errichtet. Im Distrikt Hui gibt es um die Moschee herum viele muslimische Läden und Restaurants. Die ursprünglich aus der Provinz Ningxia stammende muslimische Minderheit der Hui, von denen heute ungefähr 200.000 in Beijing leben, erkennt man an ihren Bärten und den typichen weißen Hüten.

Die Halle ist mit islamischen Motiven und arabischen Versen geschmückt. Den Gebetsraum dürfen nur Muslime betreten. Zum Besuch sollte man konservativ-dezente Kleidung tragen. Der üppig grüne Hof ist ein willkommener Rückzugsort aus dem hektischen Treiben Beijings. Der wertvollste Besitz dieser Mosche ist eine 300 Jahre alte Handschrift des Korans (Gulanjing).

Südkathedrale

141 Qian Men Dajie
Metrostation: Xuanwu Men


Die Südkathedrale St. Maria oder auch Nan Tang genannt war die erste römisch-katholische Kirche in Beijing. Sie befindet sich an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses Matteo Ricci, der 1601 als erster Jesuitenmissionar nach Beijing kam. Er schickte dem Kaiser Wanli Geschenke, wie Uhren, mathematische Instrumente und eine Weltkarte mit denen er das Vertrauen des Kaisers gewann und die Erlaubnis zum Bau einer Kirche erhielt

Der Bau begann im Jahr 1605. Die Kirche wurde, wie viele andere Kirchen in China auch mehrmals zerstört. 1775 brannte die Kirche nieder und wurde ein Jahrhundert später wieder aufgebaut. Im Jahr 1900 wurde die Kirche während des Boxeraufstandes ein weiteres Mal zerstört und 1904 neugebaut.

Die Südkathedrale ist die größte katholische Kirche in Beijing. In ihr werden regelmäßig Messen in unterschiedlichen Sprache, vorallem in Chinesisch, Englisch und Latain, abgehalten.

St. Josephs-Kirche

74 Wangfujing Dajie
Metrostation Wangfujing

Diese, auch Östliche Kathedrale genannte Kirche wurde 1655 gebaut. Vorher befand sich an dieser Stelle der Wohnsitz des Jesuiten Adam Schall von Bell (1591-1669). Die Kirche wurde mehrfach durch Erdbeben, Feuer und schließlich im Zuge des Boxeraufstandes zerstört und jedes Mal wieder neu aufgebaut.

Tanzhe-Tempel

45 km westlich von Beijing im Distrikt Mentougou;
Metrostation Pingguo Yuan, dann weiter mit dem Bus 931 oder mit dem Touristenbus 7;
Telefon +86 10 6086 2505;
täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet;
kostet Eintritt

Der ursprüngliche Name dieser weitläufigen Tempelanlage aus dem 3. Jahrundert ist Jiafu Si. Sie wurde später nach dem in der Nähe befindlichen Berg Tanzhe Shanin umbenannt. Die Hallen der Anlage stehen an einem steilen Hang. Hier befinden sich viele alte Bäume, unter anderem auch ein riesiger Ginkgo-Baum der Emperor´s Tree genannt wird. Daneben steht ein kleinerer mit dem Namen The Emeror´s Wife.

In der Nähe des Parkplatzes befindet sich der Stupa-Wald-Tempel Talin Shi. Hier stehen viele in verschieden Stilen gemauerte Stupas zwischen den Bäumen von der jede zum Gedenken an einen Mönch errichtet wurde. Die älteste von ihnen stammt aus der Zeit der Jin-Dynastie (1115-1234)

Tempel der Weißen Wolken

6 Baiyuanguan Jie
Xibian Men Wai
Xuanwu
Metrostation Nanlishi Lu
Telefon +86 10 – 6340 4812

Der Tempel der Weißen Wolken (Baiyuan Guan) ist der Sitz der Chinesischen Daoistischen Geschellschaft. Er wurde im Jahre 739 eingeweiht und ist der größte daoistische Tempel Beijings. Unter dem Namen Tempel der Himmlischen Ewigkeit war er einer der drei Vorfahrenhallen der daoistischen Quanzhen-Schule, welche auf richtige Taten und gutes Karma konzentriert war. Der zum großen Teil aus Holz gebaute Tempel brannte mehrmals nieder, wurde zerstört und immer wieder neu aufgebaut. Die heute zu sehende Anlage stammt aus der Ming-Dynastie (1368-1644) und aus der Qing-Dynastie (1644-1911).

Der Eingang der Tempelanlage bildet ein dreiteiliges Ming-Tor (pailou). Es bringt Glück, wenn man den geschnitzen Affen am Haupttor streichelt. In der Halle des Schutzgottes befinden sich Bilder von vier Tempelwächtern. Die Halle der Alten Schüler wurde dem Gründer der Quanzhen-Schule, Wang Chongyang, gewidmet. Pilger die den Segen der drei Geister des Wohlstandes suchen, finden sich in der Halle des Wohlstands ein. Die Halle des Königs der Medizin wird von kranken Daoisten frequentiert.

In der Tempelanlage kann man auch viele daoistische Mönche mit ihren typischen Haarknoten sehen.


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