Gui Zhi (Cinnamomi ramulus) wird erstmals im Ben Cao Jing, einem Kräuterbuch aus der Tang-Dynastie, beschrieben. Es wird genau wie Rou Gui (Cinnamomi cortex) in der Traditionellen Chinesischen Medizin als wärmende Arznei verwendet. Während die Zweige der Zimtkassiei, Gui Zhi, das Äußere wärmen soll, wirkt die Rinde, Rou Gui auf die zentralen Körperregionen und gilt als die heißere der beiden chinesichen Arzneien.
Familie:
Lauraceae
Stammpflanze:
Zimtkassie; Cinnamomum cassia
Deutscher Name:
Zimtkassie-Zweige
Temperaturverhalten:
warm
Geschmack:
scharf, süß
Funktionskreisbezug:
Herz, Lunge, Harnblase
Wirkungsweise:
- die Oberfläche öffnend
- Wind-Kälte zerstreuend
- antiviral, antibakteriell, antimykotisch
- schmerzstillend
- harntreibend
- beseitigt Verdauungsstörungen und Blähungen
- verbessert die Funktion des Herzens
Traditionelle Verwendung:
- vertreibt Kälte
- wärmt die Leit- und Netzbahnen
- stärkt das Herz-Yang
- verbessert die Zirkulation des Yang-Qi
Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
3 bis 9g
Kombination mit anderen Kräutern:
- mit Ma Huang (Ephedrea herba) gemeinsam gegen äußere Kälte (arthritische Beschwerden, Erkältungen)
- mit Dan Shen (Salvia miltiorrhiza radix), Gan Cao (Glycyrrhizae radix) oder Fu Ling (Poriae sclerotium cocos albae) bei einigen Herzbedingten Problemen wie beispielsweise Angina pectoris
- zusammen mit Wu Zhu Yu (Evodiae fructus) bei Bauch- und Regelschmerzen, welche mit Kälte in Zusammenhang stehen
Schwangerschaft:
nicht anwenden!!!
Warnhinweis:
Gui Zhi nicht bei fiebrigen Erkrankungen oder in der Schwangerschaft anwenden und bei Feuer oder großer Hitze meiden.